Meine Geschichte begann am 17. Januar 1989, aber meine Wandlung begann 2019. Ich nehme dich in diesem Artikel mit auf meine Reise von der fitnessbessenen Gym-Queen durch die tieftraurige, kugelrunde Sinnlosigkeit bis hin zu meinem ausgeglichenen, fokussierten und liebevollen Ich im Heute. 

Als ich 2012 nach Freiburg im Breisgau zog, brachte ich 250 km zwischen meine alte Heimat, die schwäbische Alb, und meinem neuen Leben. Freunde, Familie, Altbekanntes verließ ich für etwas Neues. Ein neues Abenteuer. Eine neue Chance. Ich entdecke in Freiburg die Kampfsportart Taekwon-Do, die mich 2013/2014 begleitete. 

2015 begann ich mit Fitness und fand schnell meine Leidenschaft im Kraftsport. Besonders die Kraft-Dreikampf Übungen (Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken) hatten es mir angetan. Mein limbisches System, das für unsere Gefühle zuständig ist, feierte jeden Abend eine riesen Party, wenn es für mich wieder an die Eisen ging. 

Ende 2016 stemmte ich dann meinen persönlichen Rekord: 115 Kilo Kniebeugen, 105 Kilo Kreuzheben, 87,5 Kilo Bankdrücken. Ich war mega stolz! Keine andere Frau in meinem Gym war so stark wie ich. Ich lebte den Kraftsport. Ich passte meine Ernährung auf die exzessiven Trainingseinheiten an, unterstützte meinen Körper mit entsprechenden Bandagen und Ausgleichtrainings und genoss es, wie sich mein Körper anfühlte und vor allem auch wie er aussah. Ich liebte es Fotos von mir zu machen, obwohl ich noch immer das ein oder andere Pfündchen loswerden wollte. Die Trainingseinheiten verlangten mir viel ab, mein Alltag wollte ja auch noch bestritten werden. Ich kam oft mit nur 4 Stunden Schlaf locker aus und konnte so Vollzeitjob, Teilzeit-Studium, Pferd und Sport wunderbar unter einen Hut bekommen. Ich war leistungsfähig, stark, fokussiert und litt nie unter Schmerzen oder Müdigkeit.

Im April 2017 kam dann Heiko in mein Leben, mein Freund und Seelenpartner. Er bereichert mein Leben seitdem mit Liebe, Kraft und Verständnis. Er wurde zu einem Anker in meinem wilder Alltags-Trubel. Aber die Beziehung verlangte mir auch Zeit ab, schließlich will man frisch verliebt so oft wie möglich beieinander sein. So reduzierte ich peux à peux meine Sporteinheiten. Eine Daumensattelgelenksentzündung, die ich mir übrigens im Büro geholt hatte, brachte meine Fitness-Routine vollends zum Erliegen. Ende 2017 hatte ich dann von 61 Kilo (Ende 2016) auf 83 Kilo zugenommen.

Im September 2018 starb dann mein geliebtes Pferd. Ich fiel in ein dunkles Loch und musste mein Leben ganz neu betrachten, bewerten und sortieren. Ich nahm weiter zu und wog Ende 2018 beinahe 90 Kilo. 

Anfang 2019 nahm ich den Kampf um meine Lebensfreude wieder auf. Ich wollte nicht immer nur funktionieren und dabei tief in mir so abgrundtief traurig sein. Ich begann den Sinn in meinem Leben zu suchen und fand ihn schließlich in Form meiner Berufung: anderen Menschen zu helfen, ebenfalls abzunehmen. Ich nahm 10 Kilo in 8 Wochen ab und erlebte den Zwang und die endlose lange Liste von Verboten in einer ketogenen Diät. Ich entwickelte meine eigene Form der Ernährung und entschloss mich meine Erfahrungen und Kenntnisse in die Welt zu tragen.

Im April 2020 mache ich mich nebenberuflich selbstständig und arbeitete lange an meiner Positionierung. Ein gutes halbes Jahr arbeitete ich an Produkten, Strategien und Perfektion, bis ich im Dezember 2020 endlich damit in die Welt trat. 

Seit 25. Januar 2021 bin ich nun Vollzeit selbstständig und gebe mein Licht und meine Liebe mit dem Wunsch nach draußen etwas nachhaltig und tiefgreifend zu verändern. Noch immer ist meine Gewichtsreise nicht zu Ende, aber ich habe durch mein Programm Mind&BodyLove, das auch Erkenntnissen, Wissen und Erfahrungen basiert und die Ganzheitlichkeit in den Fokus stellt, gelernt, mich wieder zu lieben und mich Schicht um Schicht tiefer mit mir selbst zu verbinden.

In diesem Jahr werde ich mein Licht in die Welt tragen: hierzu habe ich das Mind&BodyLove Coaching-Programm erschaffen, das Frauen unterstützt und begleitet, die ihr Leben von Stress und negativen Gedanken, Selbsthass und -kritik befreien und endlich wieder Liebe, Balance und Frieden finden wollen.

💖 Ich werde meinen Körper weiter fördern und meine Sportroutinen zu alten Leveln - aber diesmal aus und in Liebe - führen. 
💖 Ich werde meine überschüssigen Pfunde schlussendlich loswerden und alten Ballast nachhaltig abwerfen.
💖 Ich werde meine spirituelle Praxis vertiefen und meine Erkenntnisse mit meinen Leserinnen, Interessentinnen und Kundinnen teilen.
💖 Ich werde meine Beziehung vertiefen und Heiko heiraten.
💖 Ich werde meinen Geist und meine Seele von den Fesseln alter Sorgen befreien und mir neue Horizonte erschließen. 

2016
Mein Fitnessstudio = mein Wohnzimmer

2017
Frisch verliebt - keine Zeit mehr für Sport

2018
Keine Zeit für Sport, Dauerstress & Trauer

2019
Aufbruch zu neuen Ufern

2020
Neue Ufer, scharfe Brandung

Meine Reise war voller Lektionen, voller Aufgaben und voller Aha-Momente. Zum Abschluss meiner kleinen Biografie habe ich dir meine 5 wichtigsten Momente zusammengestellt:

-1- Veränderung ist gut. Neues ist kraftvoll.

Eigentlich ist Veränderung Unsicherheit und damit Stress für unser System. Unser Körper und Geist sind meist in Gewohnheite festgefahren und alles Neue, Andere ist schwierig und unsicher. Ich habe in meinen Jahren der Ortswechsel, Krisen und körperlichen Veränderungen gelernt, dass alles einen Grund hat. Alles erfüllt einen Zweck. Alles folgt einem bestimmten Ruf und bringt dich von einem Punkt zum anderen. 

Wenn du nun an einem Punkt bist, an dem du dich eigentlich verändern willst - z.B. hast du 20 Kilo auf den Hüften, die du loswerden willst - sieh die Situation HEUTE nicht als Ballast oder Belastung, sondern als Chance. Jeder Zustand, der dich nicht zufrieden stellt, darf verändert werden und wird dich zu einem besseren Selbst führen.

Diese Erkenntnis kam 2019 zu mir, als ich feststellte, dass ich meinen Körper langfristig nicht zwingen kann, abzunehmen, wenn ich meine Bedürfnisse nicht spüre und das HEUTE als schlecht verurteile. Erst als ich mit mir selbst in Resonanz ging, mein Herz, mein Innersten wieder zu spüren begann, konnte ich mich ins Licht verändern und zu kämpfen aufhören.

-2- Ich bin so viel mehr als nur mein Gewicht.

In meiner Familie ist das Gewicht ein elementarer Faktor den eigenen Wert (und den Wert des Gegenübers) zu beurteilen. Es ist nicht schön und fühlt sich manchmal schrecklich an, aber es ist hartnäckig. Diese Beurteilung meiner selbst zu durchbrechen, hat mich viel gekostet - und mir viel gebracht. Heute stehe ich auf die Waage und lache über die Zahlen, egal was die Waage zeigt. Meistens stehe ich ohnehin nicht mehr auf die Waage, da ich mein Selbstwert nicht in digitalen Zahlen finde. Mein Gewicht ist für mich ein Bereich, der sich wieder zu mehr Gesundheit und Fitness verbessern darf. 

Die Zeit mit 90 Kilo war schrecklich für mich, aber das Abnehmen war auch nicht besser. Erst als ich begonnen habe, mich nicht mehr über mein Gewicht zu definieren, sondern all die gute Eigenschaften an mir zu sehen, wie so viel wichtiger wiegen als die Zahl auf der Waage, konnte ich zu mir zurückfinden und mich selbst annehmen. Auch in Hosen in Größe 42.

-3- Mein Erfolg ist mein Glück - mein Glück ist mein Erfolg.

Wenn ich einen Tag produktiv und kraftvoll, in Liebe und Verständnis begangen habe, ist das für mich ein Erfolg.
Ein Erfolg ist ein schöner Blogartikel.
Ein liebes Feedback zu meinem Insta Feed.
Eine schöne Yogasession.
Ein frischer Salat.
Ein "Nein" zu Wein oder Chips, wenn mir danach nicht ist.
Ein "Ich vergebe dir" zu einer alten Sorge.
Ein Lachen im Spiegel.
Ein Tanzen am Morgen.
Das Lachen meiner Kundin im Coaching Gespräch. 
Das "Du bist eine Granate" von meiner Mentorin per Voice Message. 
Der erste zarte Kaffeeduft. 

Meine Erfolge machen mich glücklich. Meine Erfolge sind mein Glück und mein Glück ist mein Erfolg. 2020 habe ich das so richtig verstanden und kann seitdem mit viel mehr Liebe, Geduld und Tiefe durch meinen Alltag gehen. Ich kann viel mehr Kleinigkeiten sehen und darüber lachen, mich an ihnen freuen. Ich bin ausgeglichener und positiver. 

-4- Krisen sind Chancen.

2018 hatte ich meine erste richtige Krise, als mein Pferd starb. 
2020 erlebte ich noch einmal eine Krise, als ich den Zugang zu meinem Business nicht richtig finden konnte und deutlich länger an der Vorbereitung arbeiten musste, als ich es gewollt hatte.

Heute weiß ich: Krisen sind Chancen.
Durch den Tod meines Pferdes fand ich heraus, dass mein Leben völlig fremdorientiert verlief und ich die Verbindung zu meinem Herzen verloren hatte.  
Durch die scheinbar ewige Vorbereitungszeit in meinem Business lernte ich, dass ich noch nicht bereit war und konnte erleben (und erschaffen) wie mein Produkt mehr Reife, Tiefe und Intensität bekam.

Eine Krise ist im ersten Moment schlimm, aber das ist eine Interpretation durch unseren Geist. Ich habe es geschafft, mich auf meine Rolle im großen Ganzen zu besinnen und darauf zu vertrauen, dass alles einen Sinn hat. Schon immer heißt es "Auf Regen folgt Sonnenschein". Es ist also keine neue Erkenntnis, dass eine Krise immer Chancen birgt. Sieh eine Krise als Einladung zum Umdenken, als Schubser in neue Gewässer.

-5- Nach innen schauen bringt mehr Zufriedenheit als das Orientieren nach außen.

Ende 2018 fand ich heraus, wie fremdbestimmt ich eigentlich war: morgens in den Pferdestall, danach ins Büro, danach in den Pferdestall und abends studieren oder ins Gym. Dann so manche Nacht noch einmal in den Pferdestall und schnell ins Bett. Freizeit war rar, freie Tage gab es nie. Vielleicht denkst du jetzt "das ist eben so, wenn man ein Haustier oder Kind hat". Und ja, du hast Recht. Es ist eben so. Aber die eigentliche Fremdbestimmung fand nicht im Außen statt, sondern im Innen. Unser Außen ist immer ein Spiegel unseres Innen. So fremdgesteuert ich im Außen war, so war auch meine Orientierung im Innen. 

Im Fitnessstudio (oder auf Insta) verglich ich mit immer mit anderen Mädchen und Frauen. Weniger Arm, weniger Bauch, weniger Busen, .... irgendwas fand ich immer, das an der anderen schöner / schmäler / härter war, als an mir. Auch hier war ich super außen-orientiert. 

2019 begann ich nach innen zu schauen, mich wieder zu finden und die Verbindung zu meinem Herzen erneut aufzunehmen. Ich entdeckte meine Bedürfnisse neu und fand zurück in meinen Weg im großen Ganzen. Ich fand Orientierung in meiner Rolle im Universum und Vertrauen im Sinn meines Lebens. 

Ich fand Zufriedenheit, Lebensfreude und Glück. 💖

Heute bin ich noch immer an manchen Tagen abgekämpft, einsam und in Tränen aufgelöst. Aber heute ist es nicht mehr die tiefe Traurigkeit, die Sinnlosigkeit meines Daseins, das mich beutelt. Heute bin ich in mir in Balance, glücklich und zufrieden im Innen. Das zeigt sich auch im Außen und gibt mir die Kraft zu erschaffen, zu verändern und zu entwickeln.

 

Ich hoffe, du konntest das Eine oder Andere für dich mitnehmen und freue mich, wenn du dich mit mir in Instagram verbindest. Schreibe mir gerne ein Feedback @isabelheilmann.de und lass mich wissen, ob dir der Artikel weitergeholfen hat.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und sende dir alles Liebe!
(En)Joy & Love, deine Isabel. 💖